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Formen der Harninkontinenz

Die ICS empfiehlt, die HIK nach symptomatischen, klinischen und urodynamischen Kriterien einzuteilen.

Belastungs-Harninkontinenz:
Bei der urodynamischen Untersuchung kommt es zum hustensynchronen Harnverlust während der Füllzystometrie – ohne Auftreten von Detrusoraktivität.

Drang-Harninkontinenz:
Bei der Urodynamik treten meist verfrühter erster Harndrang
und Detrusorhyperaktivität auf (d.h. spontane oder provozierte unwillkürliche Detrusorkontraktionen während der Füllzystometrie). Urodynamisch wird weiters zwischen neurogener und nicht neurogener Detrusorhyperaktivität unterschieden. Davon abzugrenzen ist die symptomatische Dranginkontinenz, bei der sich konkrete Ursachen wie Blasenstein, Blasen-Tu, chronischer HWI etc. finden.

Misch-Harninkontinenz:
Hier diagnostiziert man unwillkürlichen Harnverlust sowohl bei körperlicher Belastung als auch bei imperativem Harndrang.

Harninkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität:
Hier findet sich urodynamisch eine neurogene Ursache (entspricht der ehemaligen „Reflexinkontinenz“).

Harninkontinenz bei Harnröhrenrelaxierung:
Urodynamisch findet sich während der Füllzystometrie ein Harnverlust ohne Anstieg des Abdominaldruckes und ohne Detrusoraktivität (früher „instabile Harnröhre“)

Nach Auswertung der aus der Spezialdiagnostik erhobenen Befunde sollte der/die betreuende bzw. behandelnde Facharzt/ärztin die weitere Therapie mit der Patientin sorgfältig planen.

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