*
Menu

Urodynamische Routineuntersuchungen

Vor geplanten Inkontinenz-operationen muss mittels Urodynamik eine hypotone Urethra, eine Urgeinkontinenz oder eine Blasenentleerungsstörung (RH?) ausgeschlossen werden. Vor Senkungsoperationen gilt es eine larvierte Harninkontinenz durch Reposition oder Pessartest auszuschließen, um bei entsprechendem Nachweis eine operative Sanierung durchzuführen. Die ICS empfiehlt als urodynamische Routineuntersuchungen die Füllzystometrie und die Miktionszystometrie. Als zusätzliches Testverfahren wird noch das Urethradruckprofil genannt. Die Füllzystometrie ist die Messung des Blaseninnendruckes mit zunehmender Blasenfüllung. Sie dient zur Erkennung von:

  • neurologischen Blasenentleerungsstörungen
  • motorischer Urge-Harninkontinenz
  • sensorischer Urge-Harninkontinenz
  • Differenzialdiagnose: Urge-Belastungs-Harninkontinenz

Die Miktionszystometrie oder Uroflowmetrie ist die Messung der durch die Harnröhre pro Zeiteinheit entleerten Urinmenge in ml. Sie dient zur Erkennung einer gestörten Miktion und zur Objektivierung von Miktionsstörungen. Das Urethradruckprofil ist die Messung des Blaseninnendrucks und Urethradrucks bei konstanter Blasenfüllung (300ml) sowie einer Katheterrückzugsgeschwindigkeit von 1mm/sec. Die Messung erfolgt einmal bei entspannter Patientin (= Ruheprofil) und einmal während einiger Hustenstöße (= Belastungsprofil). Sie dient der Erfassung der Urethraverschlussfunktion, Erkennung der Stress-Harninkontinenz, Differenzierung von Belastungs-Drang-Harninkontinenz und der Diagnose von Risikofaktoren.

Fusszeile
Webmaster: Heinz Kittl | www.kittl.com
Impressum | Kontakt | Sitemap
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail