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Kindliche Harninkontinenz

Die kindliche Harninkontinenz ist ein regelmäßiges Einnässen tagsüber nach dem 4. Lebensjahr. Sie kann zusätzlich mit einer Enuresis (nächtliches Einnässen) auftreten und im Gegensatz zu dieser können hier funktionelle sowie organische Ursachen zu Grunde liegen. Auch bei diesem Krankheitsbild sind die ausführliche Anamnese und das Miktionsprotokoll unerlässlich und für den Behandelnden als Wegweiser zu verstehen. Dann folgt eine sonographische Untersuchung der Harnblase, der Nieren und eine Restharnprüfung sowie eine Uroflowmetrie mit Beckenboden-EMG. Bei Verdacht auf eine neurogene Harninkontinenz sollte eine Videourodynamik, bei Vorliegen von rezidivierenden Harnwegsinfekten ein Miktionszystourethrogramm (MCU) durchgeführt werden. Erst danach kann differenzialdiagnostisch eine nicht neurogene, eine neurogene und eine strukturelle Harninkontinenz unterschieden werden.

Urodynamische Untersuchung bei Kinder

Bei Kindern sollte eine urodynamische Untersuchung nur in streng ausgewählten Fällen und erst nach Abklärung durch einen Facharzt für Urologie nach genauester Abklärung durchgeführt werden. Diese seltenen Indikationen sind bei neurologischen Grunderkrankungen (z.B. Meningomyelocelen-Kinder, Querschnittspatienten, geistige Behinderungen), therapieresistente Enuresis und Harnwegsinfekte gegeben. Grundvoraussetzungen dafür sind ein geschultes Personal,
kein Zeitdruck und eine kindergerechte Ausrüstung
(z.B. Messkatheter für Kinder).

 

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